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Oesterreichische Gesellschaft für Denkmal- und Ortsbildpflege Drucken E-Mail

Nach Bekanntgabe des Bescheids von BMin Schmied hat der Viezpräsident der Österreichischen Gesellschaft für Denkmal- und Ortsbildpflege, Univ.-Prof. Dr. Mario Schwarz, den Landeshauptmann von Tirol, Herrn Günther Platter am 20.01.2009 persönlich angeschrieben und ihn gebeten, die Entscheidung über die Entfernung des Rundgemäldes aus seinem derzeitigen Aufstellungspavillon nochmals zu überprüfen. Es sei ganz verfehlt, so heisst es in dem Schreiben, neue kulturelle Attraktionen dadurch zu schaffen, dass dabei bestehende denkmalgeschützte Sehenswürdigkeiten in ihrer Unversehrtheit gefährdet oder zerstört werden. Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass Abbau, Übersiedlungstransport und Wiederaufstellung mit so grossen konservatorishen Risken verbunden seien, dass niemand die Gewähr der Vermeidung von bleibenden Schäden und Substanzverlusten übernehmen könne.

Schon vor einem Jahre hatte die Österreichische Gesellschaft für Denkmal- und Ortsbildpflege in der Reihe "Steine sprechen" (Nr. 135 (Jg XLVII/1) das Innsbrucker Panorama  in  einer besondes schönen Plakette mit historischen Abbildungen präsentiert.  

Unter dem Titel "Das Riesenrundgemälde in Innsbruck und sein Pavilon: Ein einzigartiges Ensemble" stellt der Vizepräsident der Gesellschaft, Univ.- Prof. Dr. Mario Schwarz (Institut für Kunstgeschichte an der Universität Wien, Gastdozent an den Universitäten Palermo und Prag)  die Geschichte des Riesenrundbildes und seine historische Bedeutung dar. Er nimmt mit klaren Worten gegen die geplante Trennung des Gemäldes vom Pavillon Stellung, die er als ein"unverantwortliches Vorgehen" bezeichnet. und spricht von massiven Gefahren für das Gemälde im Falle seiner Abnahme. In einem umfassenden reichlich illustrierten Aufsatz stellt Frau Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Ute Georgeacopol (Lehr- und Forschungstätigkeit zu Architektur- und Technikgeschichte) die Geschiche des Panoramas als historischen Bautypus vor und kommt zu dem Schluss, dass die Innsbrucker Rotunde exemplarisch für die historische Panoramabaukunst des späten 19. Jahrhunderts steht. Ein reiches Quellen- und Literaturverzeichnis ergänzt den Artikel.

 Die Österreichische Gesellschaft für Denkmal- und Ortsbildpflege wurde 1947 gegründet. Sie ist eine überparteiliche Vereinigung mit dem Aufgabenziel der Erforschung und Pflege der historischen Denkmäler sowie der Ortsbildpflege (Denkmalschutz und Denkmalpflege). Die Gesellschaft gibt seit 1962 die Vereinszeitschrift "Steine sprechen", ergänzt durch aktuelle Mitteilungen unter dem Titel "Steinschlag" heraus.

 
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