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An den Herrn Bundespräsidenten, Dr. Heinz Fischer
An die Frau Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur, Dr. Claudia Schmied
An den Herrn Landeshauptmann von Tirol, Günther Platter
An den Tiroler Landtag
An den Sprecher des Vorstandes der Raiffeisen-Landesbank Tirol AG, Dr. Hannes Schmid

WO EIN WILLE, DA EIN WEG !
DAS INNSBRUCKER RUNDGEMÄLDE HAT AN SEINEM ANGESTAMMTEN PLATZ  ZU BLEIBEN
Es gibt in Innsbruck kaum ein Kind, kaum einen Erwachsenen, der das Rundgemälde der Schlacht am Bergisel von 1809 im prächtigen Rundbau am Inn nicht kennt und dem es nicht ans Herz gewachsen ist. Die einen waren mit den Eltern oder Großeltern da, die anderen mit der Schule, später hat man es seinen eigenen Kindern oder mit Stolz Besuchern von auswärts gezeigt. Der Jugendstilbau am Inn mit dem unvergleichlichen Gemälde von Zeno Diemer gehört einfach zu Innsbruck, zum Stadtbild und zur Innuferpromenade – gehört uns! Städtebaulich gesehen zählt die große Rotunde zu den prägenden Bauwerken der Stadt. 
Das Innsbrucker Riesenrundgemälde, respektive Panorama, ist gerade deshalb so bedeutend, weil es sich noch in diesem ursprünglichen, eigens für das Bild errichteten Rotundenbau befindet. Weltweit gibt es nur noch drei ähnlich original erhaltene Panoramaeinheiten, die ihren Fortbestand dem kulturellen Engagement ihrer Eigentümer und dem klaren politischen Willen der Behörden verdanken. Im vollen Bewusstsein ihrer gemeinsamen öffentlichen Verantwortung haben diese die entsprechenden Mittel für eine Sanierung vor Ort - zuweilen mithilfe von Spenden aus der Bevölkerung -  bereitgestellt.
Die Erhaltung des Panoramas an seinem angestammten Platz ist eine unabdingbare Forderung für jeden, für den Denkmäler keine verschiebbaren Größen sondern feste Bestandteile der eigenen kulturellen Identität sind. Eine Trennung des Gemäldes von dem Bau, in dem es seit vielen Jahrzehnten mit riesigem Erfolg präsentiert wurde, ist ein Akt der Zerstörung eines einzigartigen Denkmals, das seit 1974 als ein Objekt unter Denkmalschutz steht und dessen Untrennbarkeit in einem Bescheid des Bundesdenkmalamtes vom 8. November 2008 erneut bestätigt wurde. Für die von Bundesministerin Claudia Schmied am 12. Jänner 2009 über alle Fachmeinungen hinweg genehmigte Zerstörung dieser Einheit  kann es keine wie immer geartete Rechtfertigung geben, zumal nach Sanierung des Gebäudes, wie sie erklärtermaßen vom Land ins Auge gefasst wird, alles für den Verbleib des laut Expertenmeinung sehr gut erhaltenen Gemäldes in der Originalrotunde spricht. Damit erübrigt sich die Frage einer extrem kostspieligen und in jedem Fall problematischen und die Qualität des Gemäldes mindernden Translozierung auf den Bergisel. Im übrigen ist eine Anpassung an moderne Museumsansprüche vor Ort durchaus möglich.
Die Einheit von Gemälde und Rotunde ist zu erhalten – Das Riesenrundgemälde hat zu bleiben wo es ist  – Eine Aussiedelung des Gemäldes kommt nicht in Frage – Dies wird  inzwischen auch von Fachleuten  auf  internationaler und europäischer Ebene  gefordert.
Wir protestieren gegen die von BMin Claudia Schmied beschlossene Aufhebung des integralen Denkmalschutzes und fordern die Erhaltung des Panoramas an seinem angestammten Platz.


Eine Unterschriftenaktion der Bürgerinitiative
FÜR UNSER PANORAMA

 

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