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International Panorama Council Drucken E-Mail
The International Panorama Council, IPC
In einem Schreiben vom 14.11.2008  an Bundesministerin Dr. Schmied hatte der Internationale Panoramarat seiner Genugtuung über den Bescheid des Bundesdenkmalamts vom 7. November Ausdruck verliehen. Er hatte dabei betont, dass die notwendige Aufwertung des Riesenrundgemäldes durch eine inhaltliche Kontextualisierung auch auf dem gegenwertigen Standort erfolgen könne. Unter Hinweis auf die einstimmigen Stellungahmen der renommiertesten Organisationen und Fachleute aus Österreich und aus aller Welt hatte der Panoramarat seiner Überzeugung Ausdruck verliehen, die Ministerin werde diese ausgewiesenen Fachmeinungen nicht ignorieren.

Nach der Entscheidung der Ministerin hat sich der Panoramarat nun mit Schreiben vom 20. Jänner 2009 direkt an Landeshauptmann Günther Platter gewandt und ihn unter Hinweis auf seine wirtschaftliche und denkmalschützerische Verantwortung gebeten, auf die geplante Translozierung zu verzichten. Diese beinhalte auch laut Gutachter Marty immer ein Transportrisiko. Das Land habe es nun in der Hand, sich für die finanziell günstigere und für das Gemälde in jedem Fall bessere Lösung zu entscheiden. Ausserdem verhindere die geplante Zerreisung die beim Bundesdenkmalamt bereits beantragte Eintragung des Riesenrundgemäldes Innsbruck als Unesco-Welterbe.

In seinem Newsletter Nr. 17 vom März  2009 bezeichnet der International Panorama Council den Bescheid von Ministerin Schmied vom 12. Jänner 2009, der die Zerreissung des Panoramas durch die Trennung von Rundgemäle und Rotunde genehmigt, als Katastrophe für den österreichischen Denkmalsschutz (s.  auszugsweise Übersetzung des Newletters)

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Bereits seit Ende 2007 verfolgt der International Panorama Council die Ereignisse in Innsbruck mit grösster Aufmerksamkeit, da er die geplante Translozierung des Innsbrucker  Riesenrundgemälde für höchst besorgniserregend hält.  Schon Anfang Jänner 2008 waren die  zuständigen Entscheidungsträger in Österreich in einem offenen Brief des IPC unter Hinweis auf die besondere kulturgeschichtliche Bedeutung des Innsbrucker Panoramas eindringlich gebeten worden, dieses Denkmal originalgetreu zu erhalten.  Seither hat der Panoramarat regelmässig in seinen Newsletters über die letzten Enwicklungen in dieser Sache berichtet und die Gefährdung des Denkmals durch die Übersiedlungspläne kommentiert . (S. Medienaussendung und   Newsletters  January und February , deutsche Version ) . In einer Presseaussendung  vom 25.03.08  hatte der IPC eindringlich darauf verwiesen, dass der Transfer des Gemäldes auf den Bergisel weder zwingend noch rechtlich abgesichert sei, denn zum einen könne die Rotunde mit begrenzten Mitteln saniert werden und zum anderen sei der Transfer vom Bundesdenkmalamt noch nicht einmal genehmigt. In einer Mitteilung vom Juni  2008  hat er zur Unterstützung unser Petition aufgerufen . In einer auf dem 17. Treffen des International Panorama Councils  (Dresden, 12.-14.9.2008) verabschiedeten Resolution haben die Mitglieder des Panoramarates an die österreichischen Behörden den Appell gerichet, dass Innsbrucker Panorama "Die Schlacht am  Bergisel" in seine Einheit als ein einzgartiges Beispiel fürdie klassische Kombination von Torundenbau und Panoramagebäude zu erhalten.

Der Panoramarat hat immer wieder an die in den letzten 15 Jahren über die Restaurierung anderer historischer Panoramen gesammelte Dokumentation erinnert und betont, dass der Transfer dieser riesigen Gemälde auch „trotz genauer Voruntersuchungen durch einen panoramerfahrenen Restaurator“ immer eine hochriskantes Vorhaben bleibe. 

 Ein weltweites Netzwerk von Panoramfachleuten 

Der Internationale Panoramarat ist ein weltweites  Netzwerk von Museumsdirektoren, Managern, Künstlern und Historikern, die sich mit der   historischen und zeitgenössischen Kunst- und Medienform des Panoramas befassen. Er hat an die  230 Mitglieder aus der ganzen Welt, Vertreter von  Museen oder Forschungsinstituten  sowie unabhängige Forscher und Liebhaber. Hauptaufgabe des IPC ist es,  die Erhaltung der verbleibenden historischen Panoramen zu sichern , das Wissen über das Phänomen „Panorama“ zusammenzutragen und zu verbreiten und neue Initiativen zugunsten der Panoramen im zeitgenössischen Kontext zu entfalten.

 
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