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  • Die Politik bringt vor, Panoramen seien ein „fahrendes Gewerbe“ gewesen. Das Rundgemälde „kann aufgerollt werden und überall, wie es seinerzeit war, bei derartigen Rundgemälden, ausgestellt werden.“ (Zitat des seinerzeitigen Landeshauptmanns, DDr. van Staa, Tiroler Landtagsdebatte 11. Oktober 2006  ). Daher könne man auch das Innsbrucker Rundgemälde aus seiner Rotunde herausnehmen und auf den Bergisel transportieren.

„Völlig unsinnig“  ist es nach Meinung der  Panoramenexpertin G. Koller  im Zusammenhang mit den Panoramen von „fahrendem Gewerbe“ zu sprechen. Und sie fügt hinzu: „Diese Meinung beruht auf der Unkenntnis einer komplexen Sachlage. Diemer und seine Künstlerkollegen würden sich bei dieser Bewertung ihrer Leistungen im Grab umdrehen“. (Tirol Echo, Februar 2008, Interview von S. Gurschler) .   Das Innsbrucker Rundgemälde sollte patriotischen Zielen dienen und wurde nur zweimal zu diesem Zwecke ausgelagert. (Mehr……) 

Ohne Zerstückelung des Gemäldes, erklärt ausserdem Landeskonservator Hofrat Dr. Franz Caramelle,  sind weder seine  Abnahme noch sein  Transport  möglich. Das Gemälde wie einen Stoff in mehrere Schichten übereinander zu rollen,  ist heute undenkbar und würde die Malerei auf das Schwerste gefährden. Die Leinwand wurde vor 80 Jahren das letzte Mal transportiert, als das Bild in einem wesentlich besseren Zustand war als heute. Inzwischen sind Leinwand und Farben spröde geworden. (Mehr………) 

  • Unrichtig ist auch die Aussage, dass man Rundgemälde überall ausstellen konnte. 

Panoramen verließen ihre Rotunde nur, um in einer anderen identischen Rotunde zur Schau gestellt zu werden.

  • Und weiter argumentiert die Politik:   „Die Behauptung hingegen, Gemälde und Rotunde gehörten zusammen, ist historisch nicht haltbar. Die Innsbrucker Rotunde wurde nämlich 1906 als gleichsam neutraler Ausstellungsbau errichtet, um eine Vielzahl unterschiedlicher Panoramen präsentieren zu können.“   (Auszug aus einer Presse-Erklärung  des seinerzeitigen  LR Koler, erschienen am 29.01.2008 in der Internetversion der Landeszeitung). 

Eindeutig widerlegt wird dieses Argument durch den uns vorliegenden Originalbauplanvon Baumeister Anton Fritz (1906), der den Titel trägt „ Plan zur Neuerbauung des Panoramas ‚Schlacht am Bergisel’ (Mehr ...)

 
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