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Alle bisherigen Meldungen 

Verhinderer ? 

Innsbruck  19.Feber 2009   Wieder einmal – man kann nicht immer kreativ sein - werden Innsbrucker Bürgerinnen und Bürger, die sich,  keineswegs allein, sondern mit Unterstützung der weltweit angesehensten Fachleute aus der Kunst- und Kulturwelt für die Erhaltung eines wunderbaren Denkmals einsetzen, in der Tiroler Tageszeitung vom 19. Feber 2009 als "Verhinderer" bezeichnet. Eigentlich sollten die Fortschrittsideologen die momentan günstige politische Konstellation nutzen und bei der, solchen Fragen sicher sehr aufgeschlossen gegenüber stehenden Bundesministerin Claudia Schmied das Ansuchen stellen, das Bundesdenkmalamt in "Bundesverhinderungsamt" umzutaufen. Auch könnte man im gleichen Zug ein Register all jener Denkmäler anlegen lassen, deren Rettung nur durch Zerstörung und einem anschließenden Mickeymouse-remake gewährleistet werden kann. Allerdings müsste als Grundbedingung für die Aufnahme in dieses Register garantiert werden, dass den Initiatoren solcher Bergungsaktionen der Ruhm der Nachwelt gewiss zuteil werde.

In wirklich fortschrittlichen Städten, die wissen was Kulturerbe bedeutet und dieses zu schätzen und vor barbarischer Vernichtung zu bewahren wissen, ist diese Sichtweise schon längst überholt (s. hierzu unter >>> Aktuelles >>> Pressestimmen  die zahlreichen veröffentlichten und nicht veröffentlichten Leserbriefe. )

Kritische Auseinandersetzung aus zweierlei Sicht

Innsbruck, 1. März 2009  Wie die zahlreichen Leserbriefe zeigen, die von der Tiroler Tageszeitung nahezu täglich veröffentlicht werden, will Innsbrucks Bürgerschaft in ihrer überwältigenden Merheit nicht, dass das Rundgemälde auf den Bergisel übersiedelt wird.   Wir nehmen mit ausserordentlichem Interesse zur Kenntnis, dass  BM Hilde Zach sich besonders darüber freut, "dass viele Bürgerinnen und Bürger so grossen Anteil am Leben in der Stadt nehmen und sich mit den Entscheidungen kritisch auseinandersetzen."(Innsbruck informiert, März 2009) .

Schade nur, dass das die  grosskoalitionären Entscheidungsträger in Stadt und Land ein offenbar anderes Verständnis der kritichen Auseinandersetzung haben als die Bürgerschaft. Wie wäre es sonst zu erklären, dass weder die Bürgermeisterin, noch der Landeshauptmann noch die zuständige Kulturlandesrätin die ihnen gebotene Gelegenheit ergriffen haben, auf der Podiumsdiskussion des Vereins FÜR UNSER PANORAMA  am 13. Nobember 2008 mit den Bürgern und Bürgerinnen zu diskutieren  -  noch bevor der Bescheid der Ministerin vorlag. Ebenso haben sie durch Abwesenheit auf der Protestveranstaltung der Grünen am 17. Feber 2009 geglänzt.

Hingegen wies die von LR Beate Palfrader zum neuen Museumskonzept am 18. Feber einberufene kritische Auseinandersetzung folgende Merkmale auf:

  • Beschränkung der Meinungsvielfalt durch den Versand sehr vereinzelter und sozusagen vorselektionierter  Einladungen (der Verein FÜR UNSER PANORAMA war nicht eingeladen!)
  • Beschränkung der Teilnehmerzahl durch verspätet versandte Einladungen (diese erreichten die Geladenen - jedenfalls die möglicherweise kritischen Einzelgäste - am Vortag)
  • Beschränkung der Diskussionsfreiheit durch lehrerhaft und autoritär gleich eingangs auferlegtes Redeverbot zur „Translozierung“.


Gottseidank – wie sehr muss sich unsere Bürgermeisterin freuen  ! – ließen und lassen sich Innsbrucks Bürger- und Bürgerinnen  nicht mundtot machen.

  • Hören Sie uns wirklich zu,  Herr Landeshauptmann ?

"Ich will hören, was die Menschen sagen," hat LH Günther Platter am 31. Jänner 09 nach seinem Wahlerfolg am ÖVP Parteitag erklärt. Liest er auch die Briefe, die man ihm schreibt ?

Man darf daran zweifeln, wenn man erfährt, dass die zahlreichen von verantwortunsgewussten Bürgerinnen und Bürgern im Zusammenhang mit dem Riesenrundgemälde an ihn gerichteten Briefe durch einen "Einheitsmusterbrief" von LR Palfrader beantwortet wurden. (Die hier publizierten Briefe wurden dem Verein FÜR UNSER PANORAMA  ausdrücklich zur Veröffentlichung zugesandt) .

Und wie steht es um die vom Landeshauptmann auf dem Landesparteitag angekündigte "Weltoffenheit Tirols" , wenn er sogar die Beanwortung der Aufrufe der führenden internationalen Denkmalschutzorganisationen seiner Kulturlandesrätin überlässt, die prompt nicht mehr zu bieten hat als  ihren "Einheitsmusterbrief" ? Immerhin hat nach Bekanntgabe des Bescheids von BMin Schmied der International Panorama Council mit Brief vom 20.01.2009 den Landeshauptmann vor einem kulturpolitischen und denkmalpflegerischen Sündenfall gewarnt. Und auch ICOMOS Österreich und Deutschland, das International Institute for Conservation of Historic and Artistic Art Works (IIC, Sektion Österreich ), The International Committee for Conservation of  the Industrial Heritage (TICCIH Austria), sowie die Österreichische Gesellschaft für Denkmal- und Ortsbildpflege, die  den Landeshauptmann persönlich angeschrieben haben, mussten sich mit dem "Einheitsmusterbrief " von Dr. Palfrader begnügen. (Auszugsweise Wiedergabe dieser Briefe mit Klick auf die jeweilige Institution). 

Und wie ist schliesslich die anschliessende Erklärung des Landeshauptmanns  zu verstehen, "er wolle an der Tradition unseres Landes festhalten", wenn er nicht einmal für den  Verein für Heimatschutz und Heimatpflege in Nord- und Osttirol eine Ausnahme macht und glaubt, auch diesen durch den "Einheitsmusterbrief" seiner Kulturlandesrätin zufriedenstellen zu können?

Zum Inhalt des "Einheitsmusterbriefes" wäre noch zu sagen, dass er sachlich so wenig überzeugend ist, dass sich nun immer eindringlicher die Frage stellt: "Was ist der wirkliche Grund für den Bau des Bergiselmuseums ?" Die Antwort auf dieses Rätsel wird sich wohl erst dann offenbaren, wenn irgendwann - so es denn zum Bau des Museums kommen sollte - offenkundig wird, wer der eigentliche Nutzniesser dieser höchst fragwürdigen Transaktion ist.  

 

  • Das  Urteil   14.1. 2009    Wie von Landeshauptmann Platter schon vor Monaten vorausgesagt, hat nun also BMin Schmied ihr Urteil gesprochen (dessen aufmerksame Lektüre sich lohnt) und die Translozierung genehmigt.   So stehen denn alle zu ihrem Wort.

Wir wollen hier  kurz nur ein paar interessante  Aspekte dieses Bescheids kommentieren.

Einmal einen Hinweis, der gleich eingangs das Gebäude betrifft, und der jenen, die sich für eine Nachnutzung der Rotunde stark machen, doch zu denken geben sollte.

Gleich einleitend wird in dem Bescheid nämlich festgehalten, dass alle  Arbeiten im Einvernehmen mit dem Bundesdenkmalamt durchzuführen sind. Dazu gehören auch „allfällige für den Abtransport des Riesenrundgemäldes notwendige bauliche Eingriffe in das Gebäude“. Was wohl den Rückschluss zulässt, dass die Entfernung des Gemäldes aus der Rotunde kaum stattfinden kann, ohne dass nicht auch das Gebäude dabei Schaden erleidet.

Viel bedeutsamer noch erscheinen uns die in dem Bescheid reproduzierten Argumente aus dem  Gutachten Martys, die für und gegen den Verbleib des Rundgemäldes im Panorama sprechen, sowie die Argumente die  für und gegen eine Transferierung sprechen.. 

Uns interessieren natürlich jene  Gründe, die für den Verbleib und gegen eine Transferierung sprechen und ganz zentrale Elemente des Riesenrundgemäldes betreffen.  . Die Ausschlachtung der  gegenteiligen Argumente - die eigentlich eher peripheren Aspketen gewidmet sind - überlassen wir den Fürsprechern der Translozierung !  Wir zitieren:


Für den Verbleib im Panorama sprechen
• kein Transportrisiko


Gegen eine Transferierung sprechen
 Das Transportrisiko
• Die Betonrampe im bestehenden Gebäude muss rückgebaut werden, um das Gemälde abnehmen zu können. Diese Notwendigkeit beinhaltet eine potentielle Gefahr für das Gemälde
• Das Gemälde muss möglicherweise an mehreren Nahtstellen aufgetrennt werden
“ .

So bestätigt also das Gutachten Martys auch jene  Bedenken, die wir immer wieder gegen die Translozierung angeführt haben, nämlich die Gefährdung des Gemäldes,  gleich mit  dreierlei Gründen.

,
Und schließlich sollten jene, die immer wieder behauptet haben, das Gemälde müsse aus der Rotunde entfernt werden, weil es dort aus klimatischen oder sonstigen Gründen gefährdet sei , zur Kenntnis nehmen, dass nach Ansicht des Bundesdenkmalamtes der Sachverständige Marty hinsichtlich der Lebensdauer des Gemäldes unter den gegebenen Bedingungen keine konkreten, abschätzbaren oder gar akuten Gefahrenmomente benennen könne. 

  • Was ist wahr ? Innsbruck/Wien 13.11.2008   Angesichts des Schlagabtausches zwischen LH Günther Platter und Kultusministerin Dr. Claudia Schmied hinsichtlich bereits vor Erstellung der Gutachten des BDA gemachter oder nicht gemachter Zusagen bleibt nur eine Frage im Raum: Was ist wahr ?

Laut verschiedenen Pressestimmen (APA, ORF, Tiroler Tageszeitung, Krone, Standard, West)  soll Landeshauptmann Günther  Platter erklärt haben, er habe die Zusage, ja das Wort  von Kultusministerin Dr. Claudia Schmied, dass sie, falls der Bescheid des Bundesdenkmalamts negativ ausfalle, in zweiter Instanz der Translozierung zustimmen werde. Hingegen erklärte  -  zwar nicht die Bundesministerin selbst - sondern ihr Sprecher, dass das Verfahren völlig offen sei.

  • Was ist Mut ?     Gedanken zu  einem Leitartikel in der Tiroler Tageszeitung
     13.1. 2009  Die am 12. Jänner bekanntgegebene Entscheidung von Kultusministerin Schmied hat heftige Pressereaktionen ausgelöst. Anders als die Tiroler Tageszeitung vom 13.1. scheint keine der grossen österreichweiten Zeitungen (s. Wiener Zeitung und Standard vom 13.1.09) und auch nicht der ORF (siehe hierzu die
    Kultursendung vom 12.01.09 von Schauerhuber )  die Meinung zu vertreten, das Museum am Bergisel sei ein "mutiger Akt."
    Aber möglicherweise meinte Peter Nindler von der Tiroler Tageszeitung gar nicht jenen Mut, der "wie einst in der Antike, mit Klugheit, Besonnenheit und Gerechtigkeit im Verbund steht und der am Beginn der Moderne, bei Kant, mit Selberdenken, Selbstverantwortung und Selbstachtung in Verbindung gebracht wird", sondern wohl eher jenen "blinden Mut, der Gefahren nicht wahrnehmen" will oder jenen "rücksichtlosen Mut" der über alles hinwegfegt. (Zitate aus "Couragiertes Handeln" von Wilhelm Schmid)
    Mut im Sinne von "couragiertem Handeln" beweisen jedenfalls jene zahlreichen Personen in Nord - und Südtirol , die sofort nach Bekanntgabe der fatalen Entscheidung von Kultusministerin Schmied, beziehungsweise schon vorher,  unsere Petition unterzeichnet  bzw. direkt die Ministerin angeschrieben haben.

  • 8. Jänner 2009  Die Presse hat den Aufruf der Prominenz gehört, wie die Artikel beweisen,  die heute  in nahezu allen österreichischen Medien erschienen sind und nachdrücklich darauf hinweisen, dass das Ensemble "Riesenrundgemälde und Rotunde" nicht getrennt werden dürfe (s. die Artikel unter Aktuelles >>> Pressestimmen) .  
  • 9. 12. 2008 Bis Jahresende will Bundesministerin Claudia Schmied ihre Entscheidung zur Berufung des Landeshauptmanns von Tirol gegen den Bescheid des Bundesdenkmalsmats, der sich für einen Verbleib des Riesenrundgemäldes am Rennweg ausgesprochen hat, treffen. Setzen Sie bitte alle verfügbaren legalen Wege und Mittel ein, um das zu vehindern !

30. 11. 2008  Panorama bleib hier  

 

Spruchband





rief vom 29.11.08 bis  zum 07.01.09

ein grosses Spruchband von der alten Hungerburgbahnbrücke.

Transparent der Grünenwährend vor der Rotunde selbst en Transparent der Grünen einen Tag lang in knapper Versform den Verbleib des Gemäldes in seinem Rundbau forderte:" Riesenrund, bleib in der Rotund' ! Hier sanieren statt am Bergisel betonieren."

Claudiaplatz_2_28_Feber_2008.jpgÜber mehrere Monate hat auch ein riesiges Transparent an einem Balkon am Claudiaplatz Regen, Sturm und Sonne getrotzt und für den Verbleib des Riesenrundgemäldes im Saggen geworben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • 18. November 2008     Appelle an Bundesministerin Dr. Schmied 

Beunruhigt über die von der österreichischen Presse im Zusammenhang mit der angekündigten Berufung des Landes Tirol gegen den jüngsten Bescheid des Bundesdenkmalamts kolportierten mehr als undurchsichtigen Vorgänge, appellieren nun führende internationale Denkmalschutzorganisationen wie auch Einzelpersonen und natürlich auch die Bürgerinitiative FÜR UNSER PANORAMA an Kultusministerin Claudia Schmied, um den Erhalt dieses weit über Tirol und Österreich hinaus bedeutsamen Denkmals zu sichern.

So hat der International Panorama Council in einem an die  Bundesministerin gerichteten Schreiben vom 14.11.2008 insbesondere darauf hingewiesen, dass auch der gegenwärtige Standort durchaus genügend Platz für eine Aufwertung des Kunstwerks durch entsprechende inhaltliche Begleitinformationen - sprich Kontextualisierung - bietet.


Auch die österreichische Sektion des International Institute for Conservation of Historic and Artistic Works IIC, das Lutdwig Boltzmann Institut Medien.Kunst.Forschung, Linz, TICCIH Austria (International Committee for the Conservation of the Industrial Heritage), Heritage),  sowie ICOMOS  und Europa Nostra haben an die Ministerin appelliert.

Betroffen über die unbegreifliche Vorgangsweise der lokalen Behörden in dieser Angelegenheit wenden sich nun auch Einzelpersonen direkt an die Ministerin. Eines dieser Schreiben veröffentlichen wir mit Einverständnis seines Autors, des ehemaligen Vorstands der Universitätsklinik für Chirurgie in Innsbruck, em. O. Univ.-Prof. Dr. Ernst Bodner.

In einem offenen Brief hat eine Urenkelin Zeno Diemers sich am 8. Dezember 2008 an Ministerin Schmied gewandt, um eine Lanze für den Verbleib des Rundgemäldes in seiner Rotunde zu brechen.

Der Verein FÜR UNSER PANORAMA hat in in einem offenen Brief an Bundesministerin Schmied auf die offenen Fragen betreffend das Vorgehen der Tiroler Behörden hingewiesen und daran erinnert, dass durch eine Trennung von Gemälde und Rotunde das Innsbrucker Panorama seine Chance auf Aufnahme in die Liste des Unesco-Welterbes verwirken würde.

Der Brief wurde am  27. November 2008 folgendermassen beanwortet: 

"Das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur nimmt Bezug auf Ihr an Frau Bundesminister Dr. Claudia Schmied gerichtetes Schreiben betreffend das Panorama-Riesen-rundgemälde in Innsbruck und teilt mit, dass die Berufung von Landeshauptmann Günther Platter, Landesrätin Mag.a Dr.in Beate Palfrader und der Raiffeisen-Landesbank Tirol AG gegen den die Translozierung des Gemäldes nicht bewilligenden Bescheid des Bundesdenkmalamtes vom 7. November 2008 am 19. November dieses Jahres im Ministerium eingelangt ist.

Derzeit werden die Unterlagen geprüft und eine Berufungsentscheidung vorbereitet. Dabei sind alle von den Antragstellern geltend gemachten oder von Amts wegen wahrgenommenen Gründe, die für die Veränderung sprechen, gegenüber jenen Gründen abzuwägen, die für eine unveränderte Erhaltung des Denkmals sprechen. Umstände, die zugleich eine dauernde wirtschaftlich gesicherte Erhaltung des Objektes bewirken, sind besonders zu beachten.

Es wird daher um Verständnis gebeten, dass ein inhaltliches Eingehen auf Ihr Schreiben vorerst nicht möglich ist.

Ergänzend wird bemerkt, dass Ihr an die Präsidentin des Bundesdenkmalamtes übermitteltes und anher weitergeleitetes Schreiben betreffend Antrag auf Eintragung des Riesenrund-gemäldes in die österreichische tentative list des UNESCO-Welterbes bis zum Vorliegen der Entscheidung vorerst in Evidenz genommen wird."

  • Innsbruck, 13.11.200   Podiumsdiskussion in Innsbruck 
    Die sehr angeregte und bestens besuchte PODIUMSDISKUSSION über die Zukunft des Riesenrundgemäldes am 11. 11.2008 zeigte, dass es ein massives NEIN der engagierten  Innsbrucker Bürgerschaft zur Übersiedlung des Riesenrundgemäldes auf den Bergisel gibt.

Als einziges zahlendes Medium bringt die am 28. November erschienene Zeitschrift ECHO in ihrer Dezemberausgabe einen ausführlichen Bericht über die Podiumsdiskussion aus  der Feder von Susanne Gurschler. 

Ebenfalls berichtet hat das kostenlose Innsbrucker Stadtblatt vom 19. November 08 unter dem Titel "Politische Willkür"    .

Ein von der Tiroler Tageszeitung am 17.11.08 publizierter Leserbrief fasst die Podiumsdiskussion zusammen.

Auch die Dezemberausgabe der Stadtviertelzeitung "Saggenblatt" bringt eine Zusammenfassung.

(alle Artikel unter >>>> Aktuelles >>> Pressestimmen nachzulesen)  

 

  • Innsbruck, 8.11.008    Bundesdenkmalamt entscheidet gegen Translozierung Wie heute verschiedenen Presseorganen zu entnehmen, hat sich das Bundesdenkmalamt gegen die Übersiedlung des Riesenrundgemäldes ausgesprochen.
    Die Argumenation der Landesbehörden, die Übersiedlung diene der Erhaltung des Riesenrundgemäldes ist somit entkräftet.  Die Rotunde, so heisst es,  kann und soll saniert werden und das Ensemble darf nicht zerstückelt werden.   Wie verlautet, beabsichtigt die Landesregierung, bereits Montag gegen die Entscheidung des Bundesdenkmalamts beim Kulturministerium Berufung einzulegen.
  •   Innsbruck, 2.Oktober 2008     Um der Wahrheit die Ehre zu geben 

Trotz der negativen Gutachten aus dem Denkmalamt geht aus verschiedenen "aus Kreisen der Landesregierung" stammenden Meldungen hervor, dass die Tiroler Landesregierung weiterhin an ihrem Plan,  das Rundgemälde auf den Bergisel zu übersiedeln, festzuhalten scheint. Diese Meldung wurde von der Tiroler Tageszeitung ohne weiteren kritischen Kommentar übernommen.
In dieser Meldung wird erneut das Argument vorgebracht, das Panorama stelle keine historisch gewachsene Einheit dar , obgleich die Rotunde
nachweislich 1906/1907 von Baumeister Fritz für die Aufnahme des 1896 entstanden Rundgemäldes erbaut wurde und  dieses seither mit Ausnahme einer kurzen Zurschaustellung in Wien dort ständig seine Heimat hatte - ja nicht einmal während des zweiten Weltkriegs ausgesiedelt wurde.

Weiter wird argumentiert, ein Brief des Landeskonservators habe einen höheren Stellenwert als ein Bescheid des Bundesdenkmalamts.

In einem von Dr. A. Reut-Nicolussi, Mitbegründerin des Vereins FÜR UNSER PANORAMA, in der TT am 2. 10.2008 veröffentlichen Leserbrief zu Artikeln der Tiroler Tageszeiung vom 24. und 28. 10. 2008 wurden diese beiden Argumente in aller Klarheit entkräftet.   
 

Allerdings liess man ein Kernstück dieses Leserbriefs - den Kommentar zur Kostenfrage - unter den Tisch fallen.  Die Kostenfrage war unter dem Titel "Transfer auf Bergisel um 1,7 Mio € günstiger " in der Sonntags TT vom 28.9.09  kommentiert worden.
Dass hier ein Titel dafür herhalten muss, die Wahrheit zu verschleiern,  ist bedauerlich. Von einer seriösen Berichterstattung hätte man eine Ergänzung dieses irreführendenTitels erwarten können, in der beispielsweise die Frage aufgeworfen worden wäre : "Ja aber wohin mit dem Rundgemälde ? Wird man es in der Luft aufhängen oder wird man ein neues Museum dafür bauen ? Und was wird dieses neue Museum kosten ?  20 Mio €  und mehr ? " 
Aber mit dieser Frage hätte man den Artikel um seinen Titel und somit auch um seinen scoop gebracht. Der Titel hätte nun lauten müssen: "Transfer auf den Bergisel um 14,5 Mio € teurer" . Und im Untertitel wäre zu lesen gewesen :
Transfer und Restaurierung kosten 3, 8 Mio €, die Sanierung des Gebäudes unter Belassung des Gemäldes vor Ort  5,5 Mio  €, aber das neue Museum am Bergisel mindestens 20 Mio € was nicht im Sinne der Hofberichtserstattung gewesen wäre.

  • Übrigens: mit genau 5 Mio € soll nach den Plänen der Landesregierung die Landesgedächtnisstiftung das Museumsprojekt am Bergisel subventioneren ! Laut Statut der Stitung sind deren Mittel für die Förderung des baukulturellen Erbes und ausdrücklich nicht für Neubauten vorgesehen.  Wäre es da nicht viel naheliegender, die 5 Mio E für eine Gesamtsanierung des Riesenrundgemäldes zu verwenden ? Auch dazu könnte kritischer Journalismus einige Fragen stellen.

  • Innsbruck/ Wien  15.Oktober 2008   Das Projekt Bergiselmuseum steht laut einer ORF.at Meldung vom 15.10.2008 angesichts der zu erwartenden ablehnenden Haltung des Bundesdenkmalamtes gegenüber den Übersiedelungsplänen des Landes auf der Kippe. Die beabsichtigte Übersiedlung in das geplante Bergisel Museum, dessen Herztück das Gemälde sein sollte, wird in der ORF-Meldung als ein Politikum bezeichnet. Das Bundesdenkmalamt bemühe sich daher um eine möglichst unangreifbaren Bescheid. Da ja viele rechtliche und fachliche Aspekte zu behandeln seien, würden die Stellungnahmen sehr umfangreich werden und viel Zeit beanspruchen.

  •  Dresden, 14.9.2008       Die Internationale Panoramakonferenz hat sich auf ihrer 17. Tagung vom 12.-14. September in Dresden gegen die Übersiedlung des Riesenrundgemäldes ausgesprochen  und an die österreichischen Behörden den Aufruf gerichtet, die Einheit von Rotunde und Gemälde zu erhalten.

Das Riesenrundgemälde „Die Schlacht am Bergisel 1809“  sei weltweit mit drei anderen das letzte nahezu vollständig und unverändert in seiner Originalform erhaltene Panorama.  Es gilt als einzigartiges Beispiel für das klassische Panorama mit Rundgemälde, Vorgelände, klassischer Rotunde und der Tageslichtführung von oben.

Hier gehe es um die letzten Zeugen einer vor 225 Jahren erfundenen und von J.Barker patentierten  Kunstform, die im 19. Jahrhundert ihren Höhepunkt  fand  und Wegbereiter für das Kino, IMAX und die Weiterentwicklung der audiovisuellen Medien war.

Die Konferenz, die Panoramaexperten, Kunshistoriker, Restauratoren und Kulturmanager aus Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Ozeanien  zusammenführt, hat auch an  die für Denkmalschutz zuständigen internationalen Organisationen appelliert und sie eingeladen, die integrale Erhaltung dieser historischen Panoramen weiterhin zu unterstützen.

Bekanntlich rufen der Kulturausschuss der Europaratsversammung, ICOMOS, IIC, Europa Nostra und andere Organisationen seit Monaten dazu auf, das Innsbrucker Riesenrundgemälde unversehrt in seiner Rotunde zu erhalten. (IPC Resolution 14.09.08)  

  • Innsbruck, 10. September 2008   Nach den neuesten Meldungen will die Tiroler Landesregierung trotz der negativen Gutachten aus dem Denkmalamt das Rundgemälde auf den Bergisel übersiedeln. Obgleich die Rotunde nachweislich 1906 von Baumeister Fritz zur Aufnahme des 1896 entstanden Rundgemäldes erbaut wurde und  dieses seither mit Ausnahme einer kurzen Zurschaustellung in Wien dort ständig seine Heimat hatte - ja nicht einmal während des zweiten Weltkriegs ausgesiedelt wurde - heisst es jetzt seitens des Landes, das Panorama stelle keine historisch gewachsene Einheit dar.
  • Innsbruck, 9. September 2008   Die Meldung über die für eine Übersiedlung des Riesenrundgemäldes negativen Gutachten aus dem Denkmalamt ruft heftige Kommentare hervor wie in den heutigen Ausgaben des Kuriers, der Krone und der Tiroler Tageszeitung nachzulesen
  • Wien,   7.09.2008   Vom Bundesdenkmalamt eingeholte Gutachten  sprechen sich gegen die Übersiedlung des Rundgemäldes aus .
  • Wie in einer Vorausmeldung des Wochenmagazins Profil  am 7.9.08 bekannt wurde, sprechen sich zwei vom Bundesdenkmalamt in Auftrag gegebene Gutachten gegen die Übersiedlung des Riesenrundgemäldes aus. Das Gemälde sei in einem sehr guten Zustand, so stellt einer der Gutachter fest, und der Bau sei mit geringen finanziellen Mitteln problemlos zu sanieren. Gelingt es den Tiroler Landesbehörden nicht, diese Gutachten „schlüssig“ zu entkräften, dann wird das Bundesdenkmalamt  sich in seinem, in vier Wochen zu erwartenden Bescheid gegen die Übersiedlung des Rundgemäldes aussprechen. Gegen diesen Bescheid kann dann bei der Bundesministerin für Erziehung, Kunst und Kultur Einspruch erhoben werden.


    Mit diesen Gutachten sind die verschiedenen, seinerzeit von den Verfechtern des Neubaus am Bergisel angeführten Argumente, das Gemälde müsse verlegt werden, weil „Gemälde und Gebäude unter erheblichem Kostenaufwand sanierungsbedürftig seien“ eindeutig entkräftet. Ebenfalls widerlegt sind auch angesichts der explodierenden Kosten für das geplante Bergiselmuseum die Aussagen, die Komplettsanierung des Panoramas koste praktisch gleich viel wie das neue Museum einschließlich der vorgesehenen Renovierungen des Kaiserjägermuseums und der Gaststätten sowie der Transferierung des Rundgemäldes. Und das Argument vom "fahrenden Gewerbe" schliesst sich ja von selbst durch den im Februar 2008 vom Landtag genehmigten Regierungsantrag aus, in dem von der "dauerhaften öffentlichen Ausstellung des Kolossalgemäldes im neu zu errichtenden Bergisel-Museum" die Rede ist.

     Auch darf man sich fragen, wie es überhaupt zu dem  Landtagsbeschluss vom 10. Oktober 2007 über den Bau des Bergiselmuseums und die damit geplante Übersiedlung des Riesenrundgemäldes kommen konnte, obgleich kein Bescheid des Bundesdenkmalamts vorlag, der die Zerreißung dieses  denkmalgeschützten Ensembles (welches Chancen hat in die Liste des UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen zu werden)  genehmigt hatte, sondern lediglich eine  Mitteilung des Tiroler Denkmalamts .

    Schließlich wäre es bestimmt nicht abwegig und in jedem Fall im Sinne der Statuten der Landesgedächtnisstiftung , deren Gelder ja für das „Baukulturelle Erbe“ vorgesehen sind, wenn zumindest ein Teil der vom Land bei der Stiftung für das neue Bergiselmuseum beantragten 5 Mio €  in die Restaurierung des Panoramas flössen.

    Laut Tiroler Tageszeitung wird hinter vorgehaltener Hand bereits von einer „neuen Museumslösung ohne Rundgemälde“ gesprochen.

    Luzern, 6. Augsut 2008   Wie vom Internationalen Panorama Council zu erfahren, gefährdet die vom Land Tirol geplante Zerreißung  des denkmalgeschützten Panorama-Ensembles „Die Schlacht am Bergisel 1809“ die internationalen Bemühungen um Erlangung des Titels UNESCO-Weltkulturerbe für das Kunst- und Medienphänomen "Panorama/Riesenrundgemälde". (Mehr )

  • Innsbruck  August  2008  .„Die Mitglieder des Vereins Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum sprachen sich auf ihrer letzten Vollversammlung am 6. Juni 2008 mit überwiegender Mehrheit für die Erhaltung des Riesenrundgemäldes im ursprünglichen Zustand und damit gegen seine Übersiedlung auf den Bergisel aus. Diese Entscheidung des Museumsvereins übermittelte der Vereinsvorstand an Landeshauptmann Platter und Landesrätin Palfrader.“

  • Innsbruck, August 2007  Vorschnelles Roden  ersetzt keinen Bescheid
    Auch der Versuch der Stadtbehörden, nun im Sommer durch Rodungsarbeiten am Bergisel vollendete Tatsachen zu schaffen um den Eindruck zu erwecken, "alles sei gelaufen", ändert nichts daran, dass es keine Genehmigung des Bundesdenkmalamts für eine Translozierung des Rundgemäldes gibt.
    Handelt es sich um Vorarbeiten für ein "Museum der leeren Hülle" ? Oder vielleicht passender, für ein "Virtual Panorama" ?

Zwei Sommerrätsel :

Ein wandelbar Ding :
• Es sei, so heisst es,  ein "fahrendes Gewerbe", obwohl es seit 80 Jahren seinen Platz nicht verlassen hat ,
• es wird plötzlich, von 2007 bis 2009,  wieder zum "fahrenden Gewerbe". Wann und wohin soll die Reise gehen ? Durch ganz Europa ?
• und siehe da, wie durch Zauberhand wird es dann  (wie aus der Regierungserklärung vom 26. Feber 2008 hervorgeht) am Bergisel  wieder zu einem "dauerhaft" öffentlich ausgestellten Objekt .
Diese kafkaeske Verwandlung, so sie denn je stattfinden sollte,  kostet den Steuerzahler mindestens 20 Millionen Euro .


lesigreB ma amaronaP elleutriv saD   Wink
Es wird gebaut und wird doch nicht gebaut
Es ist genehmigt und ist doch nicht genehmigt
Es kostet kaum mehr und kostet doch viel mehr
Es lebt vom Tageslicht und braucht doch Kunstlicht
Es rühmt Andreas Hofer und versteckt ihn im Keller
Es begeht 1809 und verfehlt 2009. 

  • Den Haag, Juli 2008Europa Nostra unterstützt Petition zur Erhaltung des Riesenrundgemäldes.  Europa Nostra verfolgt auch weiterhin mit großer Aufmerksamkeit die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Riesenrundgemälde, einem der seltensten noch erhaltenen klassischen Panoramen, bei dem, wie auch bei dem ebenfalls gefährdeten Mesdag Panorama, die Kombination von Malerei, Vorgelände, Gebäude und Tageslichtführung intakt erhalten sind. In ihrem Mitteilungsblatt vom Juli 2008 ruft die angesehene Dachorganisation der nicht-staatlichen Denkmalschutzorganisationen dazu auf, die Petition des Vereins FÜR UNSER PANORAMA zu unterzeichnen.
  • Strassburg,  23. Juni 2008: Europarat ruft die österreichische Behörden auf, sich für den Verbleib des Riesenrundgemäldes in seiner Rotunde einzusetzen  Am 23. Juni 2008 ist an die zuständigen österreichischen Bundesbehörden seitens des Europarates der Aufruf ergangen, sich für den Verbleib des Riesenrundgemäldes in seiner Rotunde zu verwenden. Diese Initiative erfolgte im Rahmen einer Sitzung des Denkmalschutz-Unterausschusses der Europaratsversammlung, die unter dem Vorsitz der Kärntner NR Abgeordneten Christine Muttonen stattfand und bei der der oberste Denkmalschutzbeauftragte des Europarates Eddie O’Hara über die jüngsten Entwicklungen in Sachen „Innsbrucker Bergisel-Panorama" berichtete.
  •  Innsbruck, 16. Juni 2008:   Auch nach Expertendiskussion und Vorlage aller Gutachten gibt es noch keine Genehmigung des Bundesdenkmalamts zur Translozierung des Riesenrundgemäldes. Wie aus dem Mitteilungsblatt Nr. 14 (Juni) des Internationalen Panoramarates hervorgeht, fand am 16. Juni 2008 in Innsbruck "ein Treffen von Fachleuten sowie Vertretern der Landesregierung und des Bundesdenkmalamts statt, bei dem die Ergebnisse der nun fertig gestellten Gutachten zum Zustand der Rotunde und des Gemäldes zur Diskussion gelangten. Zu endgültigen Beschlüssen ist es noch nicht gekommen" - was bedeutet, dass der Denkmalschutzbescheid von 1974 nach wie vor Gültigkeit hat. "Doch sieht es so aus, als werde schwerer politischer Druck auf das BDA ausgeübt, damit es den Schutz der Einheit von Gemälde und Gebäude auflasse und die Translozierung des Gemäldes in ein neu zu errichtendes Museum genehmige." Dessenungeachtet vertraut der Verein FÜR UNSER PANORAMA darauf, dass die Sachlichkeit und Fachkompetenz des BDA den Ausschlag geben wird und dass die in letzter Instanz zuständigen Behörden im Sinne der zahlreichen Unterstützungserklärungen von Fachleuten aus der ganzen Welt und angesichts des Echos aus der Bevölkerung die Erhaltung dieses einzigartigen Gesamtkunstwerks für Innsbruck, Österreich und die Welt sicherstellen werden.  
  • Wien, Mai 2008  : Nach wie vor hat das Bundesenkmalamt die von der Tiroler Landespolitik geplante Zerreissung des Riesenrundgemäldes "Die Schlacht am Bergisel 1809" nicht genehmigt. In einem Schreiben vom 2. Mai 2008 teilt des Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur dem Verein FÜR UNSER PANORAMA mit, dass das Ermittlungsverfahren durch das Bundesdenkmalamt noch nicht abgeschlossen sei und „daher nach wir vor keine bescheidmäßige Erledigung der Erstinstanz“ vorliege. Bereits in einem Schreiben vom 3. April 2008 derselben Behörde an den Verein heißt es: „Bislang wurde vom Bundesdenkmalamt kein Bescheid betreffend eine Translozierung des Riesenrundgemäldes bzw. die Aufhebung des Denkmalschutzes des Rundbaus erlassen.“ 

Dieser Information kommt angesichts der von den Tiroler Landesbehörden bereits seit vergangenem Jahr ergriffenen Maßnahmen und getroffenen Beschlüsse (Einholung von Gutachten, Beschluss des Landtags vom 10. Oktober 2007 betreffend den Bau des Bergiselmuseums zur Aufnahme des Kolossalgemäldes etc.) sowie der g

Zugang zur Webseite 274
Fragen an den Rechnungshof 331
Diskordanz 339
Die jüngsten Ereignisse 442
Petitionsübergabe an LH Platter 590
Ein bewegter Landtag 549
Kunstsenat fordert Rettung des Panoramas als Gesamtdenkmal 530
Öffnung des Rundgemäldes im Gedenkjahr 2009 gefordert 578
Anderswo rettet man Panoramen in ihrer Einheit 581
Das vernichtende Urteil der Restauratoren 573
Das Urteil 644
Um zu unterschreiben 417
Fast jeder zweite Tiroler gegen Verlegung des Riesenrundgemäldes 696
Felix Mitterer, Paul Flora, 823
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