Genug ist genug !
Nicht auch noch das Rundgemälde ......
Das 1896 entstandene Innsbrucker Riesenrundgemälde „Die Schlacht am Bergisel“ ist weltweit eines der letzten im Originalzustand erhaltenen und leuchtenden Zeugen der Panoramakunst des 19. Jahrhunderts. Nun will man das Gemälde seinem angestammten Platz - dem hellen, sonnigen Rundbau am Rennweg, der eine optimale Tageslichtführung von oben ermöglicht – entreißen und in ein Museum am Bergisel überführen. Damit wird die Einheit von Gemälde und Gebäude endgültig zerstört. Durch die Trennung von seiner Originalrotunde wird das Gemälde nicht nur gefährdet, sondern auch entwertet. Dabei wäre eine Sanierung vor Ort die naheliegendste und kostengünstigste Lösung. Das Bundesdenkmalamt hat sich am 7. November 2008. in einem Bescheid gegen die Trennung von Gemälde und Rotunde ausgesprochen. Gegen diesen Bescheid hat der Landeshauptmann von Tirol Günther Platterbei der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur Berufung eingelegt und vorab behauptet, er habe die Zusicherung der Ministerin, sie werde in jedem Fall die Translozierung genehmigen. Dies wurde von Bundesministerin Dr. Claudia Schmied dementiert. Was sie nicht daran gehindert hat, am 11. Jänner 2009, genau wie von Landeshauptmann Platter angekündigt, der Berufung des Landes stattzugeben und die Translozierung entgegen der klaren Meinung des Bundesdenkmalamts und der internationalen Fachwelt, zu genehmigen. Damit hat sie gleich zwei Bescheide des ihr unterstellten Denkmalamts, den vom 1974 und den neuerlichen von 2008, ganz einfach über Bord geworfen. Erwähnenswert ist, dass das Innsbrucker Panorama bereits in den Dreissigerjahren und nochmals in den Vierzigerjahren des vorigen Jahrhunderts vom Bundesdenkmalamt als besonders schützenwert erklärt wurde.
Wir laden dringendst alle Freunde dieses einmaligen Wahrzeichens Innsbrucks im In-und Ausland ein, sich für den Verbleib des Gemäldes in seiner Originalrotunde einzusetzen.
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